Laufcup-Etappe in Hoitlingen auch abgesagt

In der ersten Jahreshälfte keine Veranstaltung –
VfB Fallersleben hofft auf Start am 11. Juli – Entscheidung fällt Ende Mai.

 

Die 26. Auflage des Laufcups Wolfsburg-Gifhorn musste 2020 komplett abgesagt werden, auch für dieses Jahr sehen die Aussichten eher düster aus. Am Montag entschied sich der Hoitlinger SV, den für den 6. Juni geplanten Ackermann-Lauf abzusagen, damit wird es in der ersten Jahreshälfte keine Etappe geben. „Es macht für uns leider keinen Sinn“, sagt Spartenleiter Benjamin Trump. „Die familiäre Atmosphäre ist für unsere Veranstaltung ein wesentlicher Aspekt, und das ist derzeit einfach nicht gegeben.“ Trump möchte nicht ausschließen, dass es in der zweiten Jahreshälfte einen Ersatz-Termin für den Hoitlinger Lauf geben könnte, sollten die Corona-Maßnahmen bis dahin gelockert werden. Aber: „Zu harte Auflagen wären für so einen kleinen Verein wie unseren nicht umsetzbar.“ Vor dem Hoitlinger Ackermann-Lauf waren bereits die ersten fünf Laufcup-Termine abgesagt worden. „Alle warten geduldig, was in diesem Jahr noch möglich ist“, sagt Trump. Virtuelle Läufe sieht Hoitlingens Lauf-Spartenleiter als gute Alternative, aber „die Leute wollen mal wieder zusammenkommen, die gemeinsame Zeit fehlt ihnen“. Der diesjährige Laufcup startet damit - Stand jetzt - am 11. Juli in Fallersleben. Und beim VfB ist die Hoffnung groß, dass es doch noch eine verkürzte Saison gibt. „Wir haben für den Termin alles reserviert“, sagt Leichtathletik-Spartenleiter Sven Jäckel. „Wir hoffen, dass es dann möglich sein wird.“ Denn noch hat das Orga-Team des VfB Zeit - und die will es auch nutzen. „Wir werden Ende Mai eine Entscheidung fällen. Aber einen Monat vor dem Lauf müssen wir uns dann schon entscheiden.“ Ausschlaggebend für den Entschluss seien dann - wie schon bei den anderen Veranstaltern - die Corona-Regeln, die eingehalten werden müssen. Jäckel: „Die Ausrichtung ist nur möglich, wenn die Auflagen nicht zu hoch sind.“ Laufcup-Chef-Organisator Marco Laeseke musste selbst bereits den Knesebecker Einhorn-Lauf absagen, den er alljährlich mit dem Lauftreff Isenhagener Land austrägt. Auch er kann sich die Austragung zu einem späteren Zeitpunkt vorstellen. „Die Hoffnung habe ich immer und die gebe ich nicht auf“, sagt Laeseke. „Sobald Outdoor-Veranstaltungen wieder erlaubt sind, würden wir versuchen, noch einen Lauf zu organisieren.“ Sollten in diesem Jahr Laufcup-Etappen ausgetragen werden können, wird es definitiv zu Corona-bedingten Anpassungen kommen. Einen Massenstart wird es laut Laeseke beispielsweise nicht geben, zudem würden die Läufe wohl nur in reduzierter Teilnehmerzahl stattfinden. „Für mich ist es momentan völlig utopisch, einen Lauf mit 150 oder 200 Teilnehmern abzuhalten.“ Fest steht dagegen bereits, dass es keine Vor-Ort-Anmeldung geben wird. Stattdessen würde es für jeden Lauf der Serie eine Online-Voranmeldung geben. hk/ben

Quellenangabe: Wolfsburger Allgemeine Zeitung / Aller Zeitung vom 30.04.2021